Von der Idee zur erfolgreichen Künstler-Website: So planst du richtig
Möchtest du deine Website endlich anpacken? Wie ein Profi konzipieren, so dass sie ein tragfähiges Fundament hat? So dass sie zu dir passt und auch genau die Kunden anzieht, die zu dir passen?
Du weisst aber nicht, was dafür alles nötig ist und wie du es anpacken sollst?
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du von Anfang an alles richtig planst und welche Schritte wichtig sind auf dem Weg zu deiner anziehenden Website.
Inhalt
1 - Warum tust du was du tust?
2 - Wie sieht dein idealer Kunde aus?
3 - Was ist das Ziel deiner Website?
4 - Was ist das Besondere an deinem Angebot?
5 - Definiere das Grundgerüst deiner Website.
6 - Erstelle ein Moodboard als Design-Grundlage für die Website.
Also legen wir los!
1 - Warum tust du was du tust?
Hierbei geht es erst einmal nur um dich. Um deine persönliche Einstellung, den Sinn deiner Arbeit und deinen individuellen Antrieb.
Schreibe auf, worauf es dir wirklich ankommt, was dich jeden Morgen antreibt, wofür du stehen willst.
Formuliere individuell, konkret und positiv. „Schöne Keramikobjekte kreieren“ ist zu allgemein.
Das kann sehr persönlich sein und das musst du auch niemandem zeigen, wenn du nicht willst. Es kommt aber später auf deiner Homepage zum Ausdruck, sozusagen zwischen den Zeilen. Und hilft dir, dich auf dein Ziel zu fokussieren.
2 - Wie sieht dein idealer Kunde aus?
Wen sprichst du mit deinen Produkten oder deinem Angebot an? Wer hat schon mal bei dir gekauft? Auf welcher Art Messen oder Märkten bist du unterwegs?
Wie sehen deine Kunden konkret aus?
Ist es das Paar im mittleren Alter, das ein Stück für seine Wohnung suchen? Ist es die moderne junge Frau, die eine einzigartige Designer-Tasche sucht?
Um dich deinem idealen Kunden anzunähern, beantworte diese Fragen:
Mit wem hat es am meisten Spaß gemacht?
Von welchen Kunden wünschst du dir mehr?
Mit wem bist du auf einer Wellenlänge?
Schreibe auf, an was du dich aus Kundengesprächen erinnerst:
Welche Fragen wurden dir schon gestellt?
Welche Rückmeldung bekommst du?
Wofür wirst du gelobt, wofür dankt man dir besonders?
Gibt es Publikationen, Presseartikel? Was steht da drin?
Sammle O-Töne deiner Kunden. Denn diese sind später gutes Material, wenn es darum geht, die Texte für deine Website zu schreiben. Du sprichst dann ganz automatisch die Sprache deiner Wunsch-Kunden.
Tipp: Sprich jetzt schon mal Kunden an und bitten um ein Feedback. Das kann ein Referenztext sein. Oder auch ein Foto von deinem Werk in seinem neuen Zuhause.
Als nächstes mach dir ein konkretes Bild eines Kunden odeer einer Kundin.
Wie sieht er aus, welche Vorlieben hat er oder sie ? Hat er ein bestimmtes Alter? Ist das Alter egal, ist er modern oder eher konservativ?
Sobald du weisst wer deine Kunden und Lieblingskunden sind, fällt es dir viel leichter, diese auch auf deiner Homepage anzusprechen. Und dabei die richtigen Worte zu finden.
Du wirst sehen, wenn du ein klares Bild deines idealen Kunden vor Augen hast, wird alles weitere viel einfacher: die Texte, die Ansprache, weitere Werbemaßnahmen.
3 - Das Ziel deiner Website
Was möchtest du mit deiner Website erreichen?
Klar, du möchtest eine Website, auf die du stolz bist. Die du gerne herzeigst. Die dein Angebot angemessen präsentiert, modern ist und gut funktioniert.
Aber das meine ich hier nicht.
Wenn du wirklich etwas mit deinem Internetauftritt erreichen willst, benötigst du ein konkretes Ziel. Es soll messbar sein und realistisch.
Denn auf dieses Ziel hin wird deine Website ausgerichtet sein, sowie später auch alle weiteren flankierende Werbemaßnahmen.
Dieses Ziel kann und wird sich ändern Und das ist gut so, denn du entwickelst dich ja weiter. Und wenn ein Etappenziel erreicht ist, kannst du das nächste angehen und so Stück für Stück wachsen.
So ein konkretes Ziel könnte sein:
Ich möchte für meine Sommer-Malkurse 5-10 Anmeldungen gewinnen.
Ich möchte über meinen Online-Shop regelmäßig mit dem Verkauf meiner getöpferten Teebecher X,- € verdienen.
Ich möchte bis Ende des Jahres als Expertin für Handwebtechniken bekannt werden und im nächsten Schritt Anleitungen zum Download verkaufen.
Natürlich ist die Erstellung deiner Website erst einmal nicht automatisch, sozusagen per Fingerschnipp, die Erfüllung all deiner Wünsche und Träume. Eine hübsche Website alleine reicht nicht. Aber sie ist die Basis, auf der sich alles aufbaut. Und von der aus du agierst, um im Internet Stück für Stück sichtbar zu werden und Kunden zu gewinnen.
Die Ausrichtung deiner Website auf ein Ziel, macht es dir um so vieles einfacher zu handeln und deine Schritte zu planen.
4 - Was ist das besondere an deinem Angebot?
Hier fliesst deine Erkenntnisse aus Punkt 1 mit deinem kreativen Tun zusammen.
Was motiviert dich bei deiner kreativen Arbeit? Was treibt dich an? Was gibst du in die Welt raus?
Das können praktischen Eigenschaften sein, ökologische Aspekte, modische Aspekte. Aber auch emotionale Begriffe.
Welches Feedback geben dir deine Kunden? Welches Problem löst du für sie? Wie fühlt sich dein Kunde, wenn er dein Produkt mit nach Hause nimmt. Zaubert es ihm ein Lächeln ins Gesicht? Fühlt er sich stolz und entspannt nach zwei Stunden intensivem Malen in deinem Kurs?
Eine weitere Möglichkeit zu bestimmen, was dich motiviert und einzigartig macht: schau dir deine Mitbewerber an.
Lege dazu am besten eine Liste mit drei bis fünf Webseiten von anderen aus deinem Bereich an. Dann schreiben jeweils dazu auf, was dir daran besonders gut – oder – was dir gar nicht gefällt.
Dabei geht es nicht um besser oder schlechter. Sehe es als Hilfestellung, als Brücke, um über den Vergleich herauszuarbeiten, welches deine Besonderheiten, Qualitäten und Fähigkeiten sind.
Das Besondere muss nichts großes oder noch nie da gewesenes sein. Es ist wie mit den viele kleinen Steinchen eines Mosaiks, die als Gesamtheit das Bild ergeben: deine besondere Persönlichkeit, zusammen mit deiner Art die Dinge zu sehen und der Art wie du arbeitest, machen das Besondere deines Angebotes aus.
Hier erst mal ein Zwischen-Glückwunsch! Wenn du dir für all diese Fragen Zeit genommen hast, sie beantwortet und aufgeschrieben hast, ist das schon mal ein Meilenstein in deiner Planung. Und du bist weiter als viele anderen :-)
Ich weiss, es fällt unheimlich schwer, über sich selbst, seine eigene Arbeit und Motivation solche Fragen zu beantworten. Mir fällt das nie leicht. Aber man kan sich “dahin arbeiten”, und Routine entwickeln.
Also bleib dran. Es lohnt sich. Stichworte reichen hier erst mal. Und wenn du zwischendurch mal eine Blockade hast, schau dir hier meine Text-Tipps an, um mit deinen Gedanken wieder in Fluss zu kommen.
5 - Das Grundgerüst deiner Website
Im nächsten Schritt legst du den grundsätzlichen Aufbau deiner Website sowie die Navigation fest.
Das ist kein Hexenwerk.
Und ich verrate dir ein Geheimnis: die meisten Webseiten folgen dem gleichen Aufbau und haben im Prinzip identische Navigations-Punkte. Das hat sich bewährt und ist im Sinne des Nutzers.
Zur Grundausstattung deiner Website gehören
eine Startseite
eine Über mich-Seite
Angebotsseite/n oder deine Galerie
eventuell ein Blog
eventuell ein Shop
eine Kontaktseite
Impressum, Datenschutz
6 - Das Design deiner Seite
Farben, Formen und Bilder lösen immer ein Gefühl beim Betrachter aus. Und so ist es auch auf deiner Website.
Auch wenn es ein digitales, nicht fassbares Medium in einem technischen Umfeld ist und du in der künstlerisch-handwerklichen Welt unterwegs bist: du kommunizierst auch hier über Emotionen mit den Menschen auf der anderen seite des Bildschirms.
Darum ist es wichtig, dass die Gestaltung deiner Website deine Werte, deine Professionalität und die Eigenschaften deines Angebots widerspiegeln.
Du bringst hier deinen Stil zum Ausdruck. Damit zeigst du auf der visuellen Ebene, sozusagen zwischen den Zeilen, wer du bist.
Und sprichst so genau die Menschen an, die damit in Resonanz gehen. Die angezogen werden weil Ihnen gefällt, was sie sehen.
Aber verliere auch deine Zielgruppe nicht aus den Augen. Wenn beispielsweise deine Website in kühlen Blautönen gehalten ist, du aber ein weiches, feminines Produkt verkaufst, passt da was nicht zusammen.
Schreib dir auf, wie du wahrgenommen werden willst, welche Eigenschaften dich ausmachen, welche Eigenschaften deine Produkte ausmachen.
Wenn deine Werke Leichtigkeit und Fröhlichkeit ausstrahlen, dann sollte das auch deine Website kommunizieren.
Wenn du helle, lichte Glasobjekte herstellen, ist eine schwere dunkle Website-Gestaltung kontraproduktiv.
Wenn du als Interieur-Designer mit deinem Stil konservative Bauherren ansprichst, muss deine Website anders gestaltet werden als eine für bunten Boho-Schick.
So definierst du dein Design
O.k., jetzt hast du eine innere Vorstellung davon, wie deine Website aussehen muss, um die richtigen Kunden anzuziehen.
Nun sammelst du Ideen für deine Gestaltung und erstellst deine Moodboard:
Du kannst das online machen und auf Instagram oder Pinterest nach Inspiration suche. Oder ganz einfach und oldschool mit Zeitschriften, Schere und Klebstoff eine Collage erstellen.
Sammel alles was dich inspiriert:
Farben, Schriften, Stimmungsbilder, Muster, Fotos.
Lege auch Bilder deiner Kreationen und Arbeiten dazu, um zu sehen wo eine Einheit entsteht und wo es holpert. Und dein Logo.
Dann sortiere aus, wägen ab. Fragen dich bei allem, ob es wirklich passt. Reduzieren solange, bis du eine eindeutige Stimmung eingefangen hast.
Mit diesen Elementen gestaltest du dann dein Moodboard für die Website.
Webseiten zur Inspiration
Zu guter Letzt suche dir 3-5 Webseiten im Internet heraus, die dich inspirieren (die müssen nicht mal aus deinem Bereich kommen). Notiere dir zu jeder Website, was genau dir daran gefällt.
Wunderbar! Geschafft!
Wenn du bis hierher durchgehalten hast, hast du ein tragfähiges Fundament für deine Website erschaffen!
Jetzt viel Erfolg bei der Umsetzung :-)